Manch einer denkt vielleicht, dass es doch recht langweilig ist. Man spielt in einigen Gottesdiensten und hat ein oder zwei Konzerte im Jahr, doch ein Posaunenchor kann noch viel mehr und das haben circa 20.000 Bläserinnen und Bläser auf dem Posaunentag in Dresden bewiesen.

Unter dem Motto „Luft nach oben“ fanden an drei Tagen viele Konzerte statt, von klassischer Musik bis zum Jazz war alles dabei. Und dem Motto „Luft nach oben“ wurde alle Ehre gemacht.

Das Wetter am ersten Tag bestand eigentlich nur aus Regen, hier war auf alle Fälle noch Luft nach oben! Doch da wir beim Eröffnungsgottesdienst mitspielen wollten und dieser unter freiem Himmel stattfand, mussten wir kreativ werden. Damit zumindest die Noten trocken blieben, wurden entweder Plastiktüten über die Notenständer gestülpt oder wir legten einen Regenschirm auf den Notenständer.
Die Tubistinnen und Tubisten entwickelten ihre ganz eigene Methode, sie steckten einfach einen Regenschirm in ihre Tuba und standen so im Trockenen. Durch das Meer an Schirmen war jedoch häufig die Sicht auf den Dirigenten versperrt (sollte man doch mal zu ihm schauen ;) ). Doch auch hierfür gab es eine Lösung. Nichtbläsern wurde beigebracht, wie man dirigiert und schon hatte man einen persönlichen Dirigenten. Trotz des vielen Spaßes war nach diesem Tag auf alle Fälle noch Luft nach oben.

Die nächsten zwei Tage enttäuschten uns nicht, sie wurden vom Wetter her das komplette Gegenteil des ersten Tages, Wärme und Sonne standen den ganzen Tag auf dem Programm.
Doch das größte Highlight war die abendliche Serenade am Elbufer. Auf der einen Seite standen circa 370 Bläserinnen und Bläser der Landesjugendposaunenchöre Deutschlands, unter anderem der Jugendposaunenchor der Pfalz und auf der anderen Seite circa 17.000 andere Bläserinnen und Bläser. Im Wechsel wurden verschiedene Stücke, wie zum Beispiel Fly me to the moon oder Hänsel und Gretel gespielt. Höhepunkt der Serenade war die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel mit einem anschließenden Feuerwerk.

Am letzten Tag versammelten sich alle im Stadion in Dresden, um gemeinsam den Abschlussgottesdienst zu feiern. Die Regenschirme wurden zu Sonnenschirmen umfunktioniert und die Sonnencreme war im Dauereinsatz.
Nach dem Gottesdienst ging es dann für alle mit dem Zug, Auto oder Bus wieder nach Hause.

Tamara Kulosa